Know your limits – wenn du Grenzen verschieben willst
- Eliane Z
- 30. Okt. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Feb.
Grenzen zu verschieben bedeutet nicht, alles zu ignorieren oder auszublenden. Im Gegenteil: Wirkliche Grenzverschiebung basiert auf Bewusstsein, Selbstkenntnis und bewussten Entscheidungen.
Ich bleibe mit diesem Beitrag nochmals beim Thema Grenzen. Einerseits, weil das „Grenzen-verschieben“ derzeit gesellschaftlich stark präsent ist – im Sport ebenso wie im Berufsleben. Andererseits, weil mir dieses Thema in meiner Coaching-Arbeit regelmässig begegnet, insbesondere in der Begleitung von Ausdauerathlet:innen.
Was braucht es also, um an Grenzen heranzugehen – und sie gegebenenfalls auch zu verschieben, ohne sich selbst zu verlieren?
Bewusstsein statt blinder Ehrgeiz
Der erste Schritt ist immer Selbstreflexion.
Wo liegen deine aktuellen, individuellen Grenzen – körperlich, mental, emotional, strukturell?
Und welche dieser Grenzen sind für dein Ziel überhaupt relevant?
Nicht jede Grenze muss verschoben werden. Manche wollen verstanden werden.
Eigene Bottlenecks kennen
Jeder Mensch hat persönliche Engpässe – sogenannte Bottlenecks.
Die Frage ist nicht, ob es sie gibt, sondern wie relevant sie für dein Ziel sind.
Wer seine Bottlenecks kennt, kann bewusst mit ihnen umgehen. Wer sie ignoriert, läuft Gefahr, genau dort zu scheitern.
Grenzen, die eingehalten werden müssen
Grenzen verschieben heisst auch, andere Grenzen bewusst einzuhalten.
Welche Linien darfst du nicht dauerhaft überschreiten, ohne dich selbst oder dein Ziel zu gefährden?
Manche Grenzen sind nicht dazu da, überwunden zu werden – sondern um langfristige Handlungsfähigkeit zu sichern.
Ressourcen als sichere Basis
Welche Ressourcen haben dich bisher getragen?
Welche Fähigkeiten, Erfahrungen und inneren Haltungen sind verlässlich vorhanden?
Grenzverschiebung ohne Ressourcen ist kein Wachstum, sondern Risiko.
Unterstützende und hinderliche Muster
Nicht jede Stärke wirkt in jeder Situation unterstützend.
Manche Fähigkeiten helfen dir, Grenzen zu verschieben – andere können dich genau dabei behindern.
Auch das gehört zur Selbstkenntnis.
Rahmenbedingungen bewusst festlegen
Grenzen zu verschieben braucht klare Rahmenbedingungen.
Wie weit bist du bereit zu gehen?
Wann – und unter welchen Umständen – bist du bereit, bewusst zu stoppen?
Und eine oft unterschätzte Frage:
👉 Welche Ressourcen brauchst du, um im entscheidenden Moment nicht weiterzugehen, sondern abzubrechen?
Ein abschliessender Gedanke
Grenzen zu verschieben ist kein Beweis von Stärke.
Bewusst mit Grenzen umzugehen schon.
Wenn dir dieses Thema komplex erscheint oder du dir Begleitung wünschst, unterstütze ich dich gerne im Rahmen eines Coachings.
Weitere persönliche Gedanken und Erfahrungen zum Thema Grenzen findest du in der Rubrik „Meine Gedankenwelt“ – unter anderem aus meinen Jahren im Ultracycling.



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