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Finger Pointing & Schuldzuweisungen – eine Chance zur inneren Klarheit

Aktualisiert: 3. Feb.

Sie begegnen uns häufiger, als uns lieb ist: Schuldzuweisungen. Im Job, im Team, unter Freund:innen oder in der Familie. Doch nur weil dir jemand die Schuld gibt, heisst das nicht, dass du sie auch annehmen musst.


Eines vorneweg: Finger Pointing ist aus meiner Sicht eine Sackgasse. Es hat weder in einer gesunden Unternehmenskultur noch in Teams, Beziehungen oder Familien einen konstruktiven Platz. Und trotzdem gehört es zur Realität – und kann jede:n treffen.



In dieser Woche bin ich gleich mehrfach mit dem Thema konfrontiert worden. Nicht als direkt Betroffene, sondern über eine Fernsehserie und über die aktuelle Debatte rund um die US-Zölle. Unterschiedliche Kontexte, gleiches Muster: Verantwortung wird abgegeben, Schuld wird zugewiesen.


Aus Coaching-Sicht interessiert mich dabei vor allem eines:

👉 Wir können nicht verhindern, dass andere Menschen mit dem Finger auf uns zeigen.

👉 Aber wir können sehr wohl beeinflussen, wie wir damit umgehen – und ob wir diese Schuld überhaupt annehmen.



Schuldzuweisungen als Entwicklungschance?

Eine der grösseren Herausforderungen im Leben ist es, offen genug zu sein, auch unangenehme Erfahrungen als Möglichkeit zur Reflexion zu betrachten. Das ist nicht einfach. Oft scheint es leichter, Schuld auf sich zu nehmen – vielleicht, um Ruhe zu haben oder Konflikte zu vermeiden.


Doch lohnt sich das langfristig?

Aus meiner Sicht: nein.


Schuld ungefiltert zu übernehmen, macht klein. Bewusst hinzuschauen hingegen kann stärken.



Impulse für einen bewussteren Umgang mit Schuldzuweisungen


  • Du hast eine Wahl.

    Du entscheidest, ob du Schuld ganz, teilweise oder gar nicht annimmst. Diese Entscheidung liegt bei dir – nicht bei der Person, die sie ausspricht.


  • Reflektiere ehrlich.

    Ist an der Schuldzuweisung etwas dran? Gibt es einen Aspekt, aus dem du lernen kannst? Dann nimm genau diesen Teil an – und lass den Rest bewusst los.


  • Beobachte deine Gefühle.

    Welche Emotionen werden ausgelöst? Wut, Enttäuschung, Frustration? Und wodurch genau: durch den Ton, die Person oder das Thema?


  • Differenziere.

    So wie du Gefühle unterscheiden kannst, kannst du auch Ursachen trennen. Schuldzuweisungen sind selten eindimensional. Zerlege sie gedanklich in einzelne Bestandteile.


  • Nutze Klarheit statt Selbstabwertung.

    Schuldzuweisungen müssen nicht lähmen. Sie können helfen, Werte zu klären, Grenzen zu ziehen und bewusste Entscheidungen zu treffen.


Und nicht zuletzt: Schuldzuweisungen sagen oft mehr über die Person aus, die sie äussert, als über jene, die sie empfängt.



Ein abschliessender Gedanke

Vielleicht helfen dir diese Impulse, wenn du das nächste Mal mit Schuldzuweisungen konfrontiert wirst. Nicht um sie schönzureden – sondern um sie einzuordnen. Manchmal liegt genau darin eine Chance für persönliche Entwicklung, innere Klarheit und Selbstwirksamkeit.

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