Mutig von null auf Ironman-Distanz – Swissman 2024
- Eliane Z
- 18. Okt. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Feb.
Oft sagt man, dass es leichter ist, anderen Tipps zu geben, als sie selbst konsequent umzusetzen. Andere wiederum nutzen Blogs vor allem, um Erfolge in den Mittelpunkt zu stellen. Meine Beiträge verfolgen einen anderen Ansatz: Ich möchte Menschen empowern und Werkzeuge teilen, die sie selbst nutzen können, um mentale Stärke zu entwickeln – und ich zeige, wie ich diese Werkzeuge in meinem eigenen Leben anwende. Im Berufsalltag ebenso wie im Sport.
Ein persönliches Beispiel dafür ist mein grosses sportliches Ziel 2024: der Swissman.
Das Ziel
3.8 km Schwimmen im Lago Maggiore – Start um 05:00 Uhr
180 km Radfahren / 3’800 hm über Gotthard, Furka und Grimsel bis Brienz
43.5 km Laufen / 2’000 hm bis zur Kleinen Scheidegg
Alles innerhalb klar definierter Zeitfenster und mit mehreren Cut-off-Zeiten.
Die Ausgangslage (August 2023)
Schwimmen: Ich gehe nicht unter – mehr aber auch nicht. Keine Technik, keine Freude am Schwimmen.
Radfahren: Viel Erfahrung aus dem Ultracycling.
Laufen: Unregelmässig trainiert, letzte starke Saison 2019. Keine Erfahrung mit langen Distanzen. Mehr als 21 km am Stück war ich bis dahin nicht gelaufen.
Von „bereit“ konnte also keine Rede sein.
Was mich getragen hat – mental, nicht nur körperlich
Ein starkes Team
Seit Jahren arbeite ich mit einem Coach zusammen, dem ich voll vertraue. Er weiss, was es braucht – und wie ich dorthin komme. Noch vor der Anmeldung zum Swissman habe ich bewusst eine Schwimmlektion gebucht, um realistisch einzuschätzen, ob das Projekt machbar ist. Das ehrliche, transparente Feedback des Trainers war entscheidend – Klarheit schafft Vertrauen.
Selbstwirksamkeit
Selbstwirksamkeit ist eine meiner stärksten Ressourcen. Sie ist über Jahre gewachsen – durch Erfahrungen, Erfolge und auch durch Rückschläge. Das Vertrauen, dass ich Herausforderungen bewältigen kann, gibt mir Halt. Ebenso wichtig ist der Zuspruch aus meinem relevanten Umfeld.
Ein eingespieltes Wettkampf-Team
Ein Team, das sich über Jahre geformt hat, dieselben Grundsätze teilt (z. B. Safety first) und weiss: Erfolg, Stolz und Zufriedenheit hängen nicht nur vom Resultat ab. Vertrauen in alle Richtungen – ohne Wenn und Aber.
Netzwerk
Ein Netzwerk, das ehrlich spiegelt, ermutigt, trägt – auch dann, wenn es nicht läuft. Ein Netzwerk, das Verständnis hat für Ups und Downs. Und eines, das auch nach einem Wettkampf noch da ist.
Mentale Werkzeuge, die ich konsequent nutze
Selbstgespräche & Affirmationen
Ich spreche mir Mut zu, diskutiere mit meinen inneren Zweifeln und verbinde mich bewusst mit der Version meiner selbst, die bereits viele Krisen gemeistert hat. Positive Glaubenssätze geben mir Zuversicht – nicht als Wunschdenken, sondern gestützt auf Erfahrung.
Geduld
Geduld ist Teil meiner Selbstwirksamkeit. Ich weiss, dass Krisen temporär sind. Das ist kein Optimismus aus Naivität, sondern aus Erfahrung.
Visualisierung
Ich visualisiere Zielankünfte – emotional und konkret. Ebenso visualisiere ich bewusst auch das Aufgeben. Wenn diese Vorstellung keine Erleichterung, sondern Enttäuschung auslöst, weiss ich: Ich gehe weiter.
Fokus
Ich vergleiche mich nicht. Mein Weg, meine Leistung, mein Stolz sind unabhängig von Meinungen anderer. Nur ich kenne meine Voraussetzungen, meine Investitionen, meine Rückschläge.
PS: Diese Haltung und diese Werkzeuge nutze ich auch im Business-Kontext.
PPS: Mut darf klein sein. Mut ist kein Heldentum. Höre auf dich – nicht auf andere.
Lass dir deinen Mut nicht absprechen oder schmälern. Sei mutig im Mutigsein.




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